»Schmuckdesigner ist ein umstrittener Modeberuf unter Prominenten.«

Auffällig häufig suchen Promi-Frauen als Designerinnen nach einträglichen Vermarktungsmöglichkeiten ihrer Namen – entsprechend des Zielpublikums in der begehrlichen Produktgruppe »Schmuck«. Sie haben mit der Berufsausübung auf Grundlage einer einschlägigen umfassenden Ausbildung in den seltensten Fällen Berührung. Das ist möglich, weil »Designer« – im Übrigen auch der Begriff »Juwelier« – keine geschützte Berufsbezeichnung ist. Im Grunde darf sich jeder so nennen. Gleichwohl sind sie Schmuckträgerinnen und als Personen des öffentlichen Lebens Identifikationsfiguren, zuweilen Ikonen. Schmuck, der ihre Namen trägt, fungiert ebenso als Sinnstifter – selbst als Massenprodukt eines ästhetischen und qualitativen Minimalkonsenses.

Mein ganz unumstrittenes Schmuckdesign-Studium an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim beinhaltete Disziplinen wie freie Künste, Kunstanalyse, Ästhetik, Wahrnehmungspsychologie, Schmuck-und Kunstgeschichte, CAD-Konstruktion und Werkstoffchemie – eine fundierte Grundlage, die eigene Gestaltungssprache zu entwickeln, nachdem ich zunächst in der Ausbildung zur Goldschmiedin die traditionellen Techniken des altehrwürdigen Handwerks erlernten durfte.
Nach nunmehr 20 Jahren Berufserfahrung kann auch ich weithin verkünden – ich lerne nie aus!